Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei

Trüffel und andere geheimnisvolle Pilze - Dokumentation von NZZ Format (2003)

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Man kann dann diesen überorganismischen Einheiten Eigenschaften wie Gesundheit zuschreiben, da sie ja wiederum Organismen sind.

Mit der ganzen Erde verhält es sich nach der Gaia-Hypothese ebenso; sie kann z. Mit dieser Hypothese habe ich mich nie beschäftigt, anders als mit den Superorganismus-Theorien.

Diese galten jahrzehntelang, bis um die Mitte des Jahrhunderts, nicht nur als respektable Auffassungen, sondern hatten in den Theoriediskussionen der Ökologie klar die Vorherrschaft in der Öko-Ideologie haben sie diese heute noch. Seitdem sind sie in den Hintergrund getreten, aber nicht verschwunden. In der Tat ist diese Hypothese vor allem in Esoterikerkreisen angekommen siehe unten die Hinweise auf Internetseiten.

In der Wissenschaft dagegen hatte man fast nur Spott für sie übrig. Über die Leistungen von Lovelock in seinem Fach kann ich nichts sagen, es ist mir allzu fern. Margulis ist mir allerdings als sehr verdienstvolle Wissenschaftlerin bekannt, vor allem durch ihre Arbeiten zur Endosymbiosetheorie. Nun kennt man das ja: Verdienstvolle Wissenschaftler versuchen sich öfter mal auf Gebieten, die jenseits ihrer Fachgrenzen liegen. Dagegen ist Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei zu einzuwenden.

Sie können sich ja in andere Fächer einarbeiten und dann zu deren Fragen etwas beitragen. Es ist in aller Regel nichts von Bedeutung, was da herauskommt, doch kann es hinreichend solide sein, um nicht verschwiegen werden zu müssen. Eben das versuche ich in diesem Blog ja auch.

Finster pflegt es allerdings zu werden, wenn sich die Wissenschaftler nicht in andere Fächer einarbeiten, sondern von ihrem Fach aus, mit dessen auf bestimmte Gegenstände zugeschnittenen Methoden, anderswo mitzureden versuchen, ja, meist nicht nur mitzureden, sondern etwas Grundstürzendes von sich zu geben. Es sind so gut wie immer Naturwissenschaftler, die so etwas tun. Geistes- und Sozialwissenschaftlern oder Philosophen kommt es kaum, wenn überhaupt jemals in den Sinn, Naturwissenschaftler auf deren Gebiet berichtigen zu wollen.

Naturwissenschaftlern dagegen passiert letzteres kaum, weshalb sie gerne die Grenzen ihres Faches — zumindest die der Naturwissenschaft insgesamt — mit den Grenzen der Wissenschaft überhaupt und die Grenzen ihres Gegenstandsbereiches mit denen der Welt verwechseln.

Wilson konnte er noch nicht kennen. Wie ist es aber im Falle der Gaia-Hypothese? Haben die genannten Autoren wirklich ihre Kompetenzen überschritten? Ihre Gedanken haben sie mit dem Anspruch einer naturwissenschaftlichen Hypothese, also als empirisch prüfbare Behauptung formuliert. Da sieht er offenbar die Grenzen dessen überschritten, was einer Naturwissenschaft möglich ist.

Ein Chemiker ist hinsichtlich der Frage, was ein Lebewesen ausmacht, nicht weniger Laie als ein Archäologe oder ein Starkstromingenieur oder ein Tischler. Bei Margulis aber ist es, so scheint es zumindest, anders.

Kein empirisches Forschungsgebiet hat vielleicht mit dieser Frage engere Berührung als ihres. Das berührt den Kern der Frage, was ein Organismus ist und was insbesondere ein Organismus als ein Individuum ist. Ich will eine Anmerkung dazu machen, ob die Gaia-Hypothese in ihren naturwissenschaftlichen Aussagen haltbar ist. Die Frage, ob bzw. Der Astronom Willerding z. Inzwischen jedoch hat die Biosphäre als zentraler Bestandteil des Systems Erde — neben Lithosphäre, Hydrosphäre und Atmosphäre — längst ihren festen Platz im neuen Weltbild der Geowissenschaften gefunden — nicht zuletzt dank der Debatten um Lovelock und seiner Gaia-Hypothese.

Zu diesen Erkenntnissen und zu ihrer Akzeptanz in der Wissenschaftlergemeinde hat die Gaia-Hypothese gar nichts beigetragen, sie hat sie vielmehr vorgefunden und in ihrem Sinne interpretiert. Sie hat solche Wirkungen der Lebewesen als Prozesse mit negativen Rückkoppelungen interpretiert, mithin als Prozesse, die zu Gleichgewichten führen.

Die Gaia-Hypothese aber behauptet, wie angedeutet, mehr als nur auf diese Weise zustande kommende Gleichgewichte: Die Lebewesen alle? Das Denkmuster ist in der Ökologie bekannt auch wenn es wohl den Erfindern und Befürwortern der Gaia-Hypothese gar nicht daher bekannt ist, sondern ihnen als ein mögliches Grundmuster abendländischer Welterklärung selbstverständlich ist [3] : In den Superorganismus-Theorien erzeugt z.

Aber die Kritik liegt auf der Hand, und deshalb hält man in der Ökologie von solchen Deutungen auch kaum mehr etwas: Der Baumbestand erzeugt [4] in der Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei ein bestimmtes Mikroklima und einen Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei Boden. Und dann siedeln sich eben die Arten hier an, die zufällig auf die jeweiligen Flächen gelangen und diese Bedingungen brauchen oder ertragen.

Das wird in den Superorganismus-Theorien holistisch-teleologisch uminterpretiert: Der Wald als Ganzheit schafft die Bedingungen für sichwie ein Organismus, der, etwa durch den Bau einer Höhle, eine für sich selbst geeignete Umwelt erzeugt. Aber die Lebewesen erzeugen in Wirklichkeit nicht nur solche Umweltbedingungen, die ihnen selbst günstig sind, und es sind nicht nur negative Rückkoppelungsschleifen, die von ihnen ausgehen.

Ein Birkenwald — so ein klassisches Beispiel — erzeugt am Waldboden Lichtverhältnisse, das ihm selbst die Existenz unmöglich macht. Die Birken werden folglich von Bäumen anderer Arten verdrängt. Heutige Blütenpflanzen oder Vögel haben nicht Nachkommen, die die sauerstofffreie Atmosphäre früher Erdzeitalter benötigen, sondern solche Nachkommen, die die heutige Atmosphäre brauchen.

Aber wenn auch, wie eben gesehen, das biogene Zustandekommen günstiger Umweltbedingungen für die jeweils vorkommenden Lebewesen sich ganz anders erklärt als die Gaia-Hypothese behauptet: Die Lebewesen haben zum Teil tatsächlich Wirkungen auf ihre Umwelt, die näherungsweise zu relativ langandauernden dynamischen Gleichgewichten führen, und dies auch in globalen Dimensionen.

Die für Lebewesen spezifische Art von Gleichgewicht ist etwas ganz anderes als das, was man in der Gaia-Hypothese dynamische Gleichgewichte nennt. Ebenso besteht zwischen dem, was man im Falle von Lebewesen meint, wenn man von Selbstorganisation spricht und damit ein Charakteristikum von Lebewesen benennen möchte, und dem, was man im Rahmen der Gaia-Hypothese mit diesem Begriff meint, ein fundamentaler Unterschied.

Zunächst zum Gleichgewicht. Die von der Physik normalerweise behandelten Systeme — nämlich geschlossene oder als geschlossen behandelte Systeme — sind nach Bertalanffy ein Sonderfall. Systeme sind primär offen, und Organismen sind der Modellfall, aber nicht der einzige Fall offener Systeme.

Einige Beispiele für erstere:. Unter Geomorphologen ist es üblich, von Flüssen so zu sprechen, als ob sie Lebewesen wären. Sie sprechen z. Unter Gleichgewichtsbedingungen aber bleibt der Gewässerboden in gleicher Höhe. Dieses Gleichgewicht strebt er an. Ein anderes Beisoiel: Wenn auf einer Fläche ein neuer Pflanzenbestand entsteht, dann wird dessen Biomasse zunächst zunehmen.

Kommen nun Herbivore und fressen genauso viel weg wie jeweils nachwächst, bleibt sie im Gleichgewicht. Er ist kein Lebewesen. Will man das für Lebewesen Spezifische mit einem Gleichgewichtsbegriff erfassen, dann bräuchte man einen anderen. Es können Zustände ihrer selbst sein oder in ihrer Umwelt. Letzteres kann z. Aber man kann z. Das, was der Organismus an sich selbst und manchmal auch in seiner Umwelt vornimmt, um sich in einem bestimmten Zustand d. Weil Und um erklären zu können, warum jene Veränderungen anderer Komponenten so vonstatten gehen wie sie es tun, ist es nötig zu wissen, was den Organismus als Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei Ganzheit ausmacht.

Wenn sie sich ändern, etwa die Temperaturen steigen, wird sich z. Wo man zu recht von Überorganismen sprechen kann, verhält es sich entsprechend, z. Was gleich bleibt, ist die Existenz des Ganzen als eine organisierte Ganzheit, und die Organisation ist auf die Erhaltung dieser Existenz gerichtet.

Die Struktur kann gleich bleiben, und der Organismus gleicht dann nur durch Veränderung von Prozessen auf Grundlage dieser Struktur die Folgen von Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei oder auch von dysfunktionalen internen Veränderungen aus.

Die Struktur kann sich auch ändern; das reicht von ad-hoc-Änderungen wie dem Einkapseln bei Austrocknung der Umgebung bis zu lebenszyklischen Änderungen wie den Insekten-Metamorphosen. Nachdem vor über 3 Milliarden Jahren Organismen mit aerober Photosynthese entstanden waren, begann sich die Atmosphäre mit Sauerstoff anzureichern. Der Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei an Sauerstoff — Gift für die vorher die Erde bevölkernden, anaeroben Lebewesen — nahm immer mehr zu.

Das war erst vor ca. Darum nun zur Frage: Was bedeutet Selbstorganisation? Tatsächlich wird dieser Begriff auf zwei grundverschiedene Weisen gebraucht s.

Der Begriff Selbstorganisation hat also zwei völlig verschiedene Bedeutungen, eine holistische 1 und eine individualistische 2. Beide Organisationsweisen spielen bei der Entwicklung des Organismus eine Rolle, 2 aber auch in der nicht-lebenden Natur und in den Gesellschaften von Organismen, und nur 1 ist charakteristisch für Lebewesen.

Sie ordnen sich selbst an. Es fügen sich hier einzelne zunächst voneinander unabhängige Dinge zusammen. Die einzelnen Dinge werden damit Teile eines Systems. Es handelt sich, zumindest isoliert von dem biologischen Gegenstand betrachtet, in dem sie ablaufen, um rein physikalische Vorgänge, auch wenn man geneigt sein könnte, auf sie Begriffe wie Konkurrenz und Kooperation anzuwenden s. Solche Muster müssen keinerlei biologische Funktion haben, und selbst wenn sie eine haben, so entstehen sie doch nicht ihretwegen.

Erweisen sie sich im Nachhinein als funktional für den Organismus, werden sie selektiv gefördert. Sie können z. Ordnungsprozesse im Sinne individualistischer Selbstorganisation treten auch als echte biologische Phänomene auf. Dazu braucht es also keine Zentrale und kein vorgängiges und übergeordnetes Ganzes. Bei der Entwicklung des einzelnen Organismus, d. Mit Oberflächen-Eigenschaften ist alles gemeint, womit die Untereinheiten auf ihre Nachbarschaft einwirken und wodurch sie deren Wirkungen empfangen können.

Während aber im Falle der individualistischen Selbstmontage diese Oberflächen-Eigenschaften bei jeder Untereinheit schon unabhängig von den anderen Untereinheiten vorhanden waren eine in einen mitteleuropäischen Wald einwandernde und sich dann diesem Wald als ein Teil desselben einfügende Pflanze aus Innerasien hat die Eigenschaften, die ihr das ermöglichen, unabhängig von diesem Wald erhalten, sie ist ihm zuvor ja nicht begegnetist es im Falle des holistischen Typs 1der Selbstdifferenzierung eines Ganzen, komplizierter.

Man nehme als typischen Fall die Entwicklung eines Mehrzellers. Die Oberflächen-Eigenschaften jeder Komponente existieren nicht vorgängig als Eigenschaften, die jede Untereinheit unabhängig von den anderen mitbringt. Vielmehr sind sie und damit die spätere Ausprägung und Anordnung der Untereinheiten in dem ursprünglich undifferenzierten Gebilde, d. Wenn ursprünglich die Eizelle und auch oft die Zellen nach den ersten Teilungen totipotent sind, dann besteht die Differenzierung des gesamten Organismus in der Einschränkung dieser Totipotenz.

Man sieht, welch ein grundlegender Unterschied zwischen diesen zwei Begriffen von Selbstorganisation besteht. Das erklärt sich ganz anders. Auch ein Biologe, der über Organismen spricht und sagt, hier setze dieser etwas zu seiner Selbsterhaltung ein, meint dies ja typischer- bzw.

Diese hält er entweder für rein kausal erklärbaroder er meint, mit teleologischen Begriffen zwar nichts erklären zu können, sie aber doch zu heuristischen Zwecken oder zur Verständlichmachung nötig zu haben. Oder sie versteht unter dem Die Pilze die Parasiten bringen der Verlust den lebendigen Organismen bei Selbstorganisation und Selbstreproduktion etwas anderes als das, was man darunter versteht, wenn man Organismen mit seiner Hilfe charakterisieren möchte also holistische Selbstorganisation.

Die kooperierenden Einzelorganismen sind selbständig und sie kooperieren, in teleologischer Formulierung, ganz egoistisch, um für sich möglichst viel herauszuholen, also wie Geschäftspartner, nicht im Auftrag einer ihnen vor- und übergeordneten Instanz, wie die Abteilungen eines Amtes. Es sind spezielle Vorgänge nötig, damit aus den Symbionten ganz verschiedener Herkunft ein einziger Organismus eine Zelle entsteht, in welchem die vorher selbständigen Organismen nur noch Organellen sind.